Straßenmusikerinnen und -musiker

Straßenmusikerinnen und Straßenmusiker gehören zum alltäglichen Leben und Bild der Großstadt. Mit der Unterschiedlichkeit ihrer Herkunft, ihren verschiedenen kulturellen Hintergründen und Musikinstrumenten vermitteln sie uns einen Teil ihrer Kultur.

Die Fotografien von StraßenmusikerInnen entstanden in den letzten 3 Jahren in Hannover und anderen Städten, mit dem Ziel diese Vielfalt und Unterschiedlichkeit zu dokumentieren.  Seit einigen Jahren sind es immer mehr Menschen aus den neuen EU-Ländern, die in die deutschen Großstädte kommen, um auch am Wohlstandsversprechen teil zu haben . Es sind oft Menschen mit einer musikalischen  Ausbildung , die in ihrer Heimat bis vor einigen Jahren eine Existenz als Musiker hatten. Durch die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen haben sie diese verloren. Oft sind es aber auch arme Menschen, denen aufgrund ihrer Herkunft und Volkszugehörigkeit in ihrer Heimat jegliche Chance auf Bildung, Arbeit und Sicherheit verwehrt wird. Mit ihren geringen volkstümlichen musikalischen Kenntnissen versuchen sie ein wenig vom „großen Kuchen“ ab zu bekommen.Sie verdienen unseren Respekt. Sie bereichern unseren Alltag und machen die Innenstadt lebendiger.

Hannover – UNESCO City of Music – will nun aber strengere Regeln für StraßenmusikerInnen erlassen und folgt damit dem Ruf der City-Kaufleute-Gemeinschaft (HAZ v. 02.03.16). Wird die Innenstadt aber dadurch lebenswerter, in dem dieser Straßenkultur immer mehr der öffentliche Raum verwehrt wird?

 

Die Fotografien waren im Sommer 2016 im Kulturzentrum Pavillon ausgestellt.

Zur Zeit ist eine weitere Ausstellung der Fotos an der Musikhochschule Braunschweig Angang 2017 in Planung.